| "Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben." (Antoine de Saint-Exupéry) |
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"Wenn die Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel (unbekannter Verfasser)"
Gebeutelt
Ein Menschenbaby gehört zum Jungentypus des Traglings, genau wie kleine Kängurubabys. Menschliche Muttermilch hat einen ganz geringen Fettanteil, so dass das Baby auf die ständige Verfügbarkeit der Mama angewiesen ist. Außerdem weisen ihn noch einige Reflexe (Mororeflex, Spreiz-Anhock-Reaktion und Palmarreflex) als Tragling aus. Ein Baby abzulegen ist eine Erfindung des Industriezeitalters Die Kängurus haben im Laufe der Evolution einen praktischen Beutel entwickelt, die Menschen leider nicht. Ihr müsst also Hüfte, Arm oder Tragetuch benutzen. Wenn ihr euren Tragling ins Tuch bindet, sollten die Beine in der Anhock-Spreiz-Haltung und der Rücken gerundet und gut gestützt sein. Egal, wie ihr das Tuch bindet, diese Voraussetzungen MÜSSEN bei Säuglingen eingehalten werden (bestimmte Tragen, wie z.B. die dänische Eierquetsche) sind damit von vornherein als Tragehilfe ausgeschlossen!). Euer Kind darf nicht hängen, sondern muss eng am Körper festgezurrt sein. Mit Aufrichten des Kopfes und allmählicher Streckung der Wirbelsäule wird das ganze etwas egaler. Statt Kängurubeutel
Die beste Tragehilfe ist ein Tragetuch! Tragetuchstoff muss so gewebt sein, dass er auch in der Diagonalen dehnbar ist. Bei der Wahl der Muster ist es hilfreich, darauf zu achten, dass die beiden Seiten des Tuches verschiedene Muster haben und/oder dass die beiden Kanten des Tuches unterschiedlich sind. Wenn es beim Binden hart auf hart kommt, wisst ihr zumindest immer, welches Tuchende oder welche Seite ihr euch gerade um den Hals wickelt. Ein Sling bietet zwar die babygerechteste aller Tragepositionen (den "Ritt auf der Hüfte"), allerdings kann man einen Arm nicht mehr bewegen! Ein Sling eignet sich daher weniger zum Arbeiten, sondern eher zum Lächeln und Repräsentieren, z.B. auf Festen oder bei Präsidentschaftswahlen. Dann allerdings hat er noch den entscheideneden Vorteil, dass er den Bauch kaschiert, den andere Tücher gerne betonen.
Ein Knoten für Mama, ein Knoten für PapaFür alle Bindungen gilt: Lernt immer nur eine Bindung zur Zeit und übt sie täglich. Gerne könnt ihr dabei auch die Hilfe einer Trageberaterin in Anspruch nehmen. Erst wenn ihr die Bindung sicher beherrscht, ist es Zeit für eine neue. Drei Bindungen reichen völlig aus (wenn ihr nicht auf den Bindeorden besteht, der euch als Beherrscher von mindestens 3 Varianten der tibetanischen Rückentrage ausweist): Eine prima Quelle für Bindeanleitungen ist übrigens YouTube.
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